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25. Januar 2012 / paderbornverbesserer

Spielplatzplanung ist vom Tisch

Viele Menschen haben sich bereits gegen die von der Verwaltung vorgelegte Spielplatzplanung ausgesprochen. Gestern Abend hat der Jugendhilfeausschuss ein Ende gemacht und den Sparvorschlag zurückgewiesen. Grundlage war unser Antrag, den wir Grünen bereits Anfang Dezember gestellt haben. Die Schließung vieler Spiel- und Bolzplätze nach dem sehr groben, von der Verwaltung vorgelegten Raster sollte damit endgültig vom Tisch sein.

Das ist eine gute Nachricht für viele Kinder und viele Eltern.

Seltsame Berichterstattung in der Presse

Leider habe ich die Berichte in den beiden Zeitungen dazu nicht frei zugänglich gefunden. Denn es lohnt sich, beide Artikel zu lesen. Im Westfälischen Volksblatt liest sich die Geschichte so:

„Paderborn (WV). Mit einem lauten Knall wollte gestern die CDU die Debatte um Spielplatzschließungen in Paderborn beenden. Doch die anderen Fraktionen fühlten sich von dem Antrag überrumpelt und wollten zumindest diskutieren, obwohl sie im Prinzip alle dafür sind, den Schlussstrich zu ziehen. Jetzt hat der Rat das letzte Wort.“

Die Neue Westfälische schreibt:

„Der Jugendhilfeausschuss empfiehlt dem Stadtrat einstimmig (2 Enthaltungen), das ursprüngliche Sparziel aufzugeben. Die Spielplatzplanung soll überarbeitet werden.“

Waren die Reporter von WV und NW bei völlig verschiedenen Sitzungen?

Nicht ganz, der letzte Absatz aus der NW löst das Rätsel auf: die CDU hat anscheinend zu Anfang der Sitzung beantragt, die ganze Diskussion um die Spielplatzplanung von der Tagesordnung zu nehmen, um das Ganze dann im Stadtrat zu diskutieren. Aber die Mehrheit im Ausschuss wollte anscheinend lieber den schon seit langem vorliegenden Antrag der Grünen diskutieren (und hat dann ja auch zugestimmt!)

Davon hat das WV wohl nichts mitbekommen.

Früher, als die CDU noch die absolute Mehrheit hatte, konnte man sicher sein: wenn die Verwaltung was vorlegt, dann nur, wenn die CDU das abgenickt hat. Heute tritt die CDU regelrecht in einen Wettbewerb ein, wer den Ruhm ernten darf, einen wichtigen Verwaltungsvorschlag als erster abgelehnt zu haben.

  1. Thomas Sprute / Jan 25 2012 21:31

    Aber, aber Herr Kollege Dr. Schröder! Sie werfen der CDU wirklich Beliebigkeit vor? Mir fällt dazu so recht kein begründeter Widerspruch ein;)

    Aber: War noch vor Monaten mehrheitlich die Überzeugung vorhanden, daß Spielflächen mit sogenannten Leuchturmplätzen attraktiviert werden, so knickt man jetzt vor Begehrlichkeiten ein. Sonst haben sich in der Sache keine Änderungen ergeben, ausser der Erkenntnis, daß Paderborn so wenig Geld hat, daß die Bürger über Steuererhöhungen zur Kasse gebeten werden.

    Nein, stimmt so nicht: Die Steuererhöhungsbefürworter mõchten ja auch noch viel Geld in eine Stadtverwaltung stecken. Dann bekommt ja in Paderborn bald jeder seinen persönlichen Spielplatz! Bezahlen tun das ohnehin nur die wenigen, die noch einen Arbeitsplatz haben…

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