Spielplatz, Bolzplatz, groß, klein, voll oder leer – alles dasselbe
So, inzwischen habe ich einen intensiveren Blick auf die Spielplatzplanung der Stadt Paderborn werfen können. Verbessert hat sich mein Eindruck leider überhaupt nicht. Anscheinend läuft bei den Schließungsplänen alles auf die Frage hinaus: für wie viele Kinder ist dieser Spielplatz der nächstgelegene? Wie der Spielplatz tatsächlich genutzt wird, wie er aussieht, und so weiter – all das wurde nicht in Betracht gezogen.
Für die Südstadt habe ich mir die einzelnen Spielplätze (Gieselastraße, Samtfelde, Brigittenstraße, Pankratiusstraße, Kilianstraße, Bürgerpark, Mallinckrodtstraße und Turnplatz) mal genauer angesehen. Von diesen Spielplätzen will das Kinderbüro den Spielplatz im Samtfelde schließen, nur für 30 Kinder soll dieser Platz der nächstgelegene Spielplatz sein.
Drei dieser Spielplätze sind gar nicht das, was man sich so unter einem Spielplatz vorstellt: denn was an der Gieselastraße und der Mallickrodtstraße liegt, das sind eher Bolzplätze. Und den ‚Kinderspielplatz‘ an der Kilianstraße (für alle die ihn auch nicht kennen, die Fläche liegt an der Kilianstraße etwas unterhalb der Pankratiusstraße) hatte ich bisher nicht für einen städtischen Spielplatz gehalten – hatte mich aber schon gewundert, was das für eine einsames seltsames Spielgerät auf der Wiese ist. Dieser ‚Spielplatz‘ ist angeblich für über 150 Kinder der nächstgelegene Spielplatz – trotzdem sieht man dort nie ein Kind. Also: drei von acht Spielplätzen in der Südstadt sind gar keine.
Ich nehme nicht an, dass die Untersuchung des Kinderbüros anderswo genauer durchgeführt wurde. Aber auf dieser Grundlage dürfen keine Spielplätze geschlossen werden! Es ist eine gute Sache, sich mal Gedanken über die Spielplätze in Paderborn zu machen. Aber dann bitte mit etwas mehr Sorgfalt und Liebe zum Detail.

